Rückkehr zur Schiene

Seit der Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs Mitte der neunziger Jahre, gibt es auf einigen Strecken wieder Hoffnung auf Reaktivierung. Für die Sambastrecke gibt es zwar keine Planungen, doch im Wuppertaler Westen soll ein Teil der Rheinischen Strecke in den nächsten Jahren reaktiviert werden. Seit Mai 2000 betreibt die Arbeitsgemeinschaft Regio Bahn die Strecke Kaarst - Neuss - Düsseldorf - Mettmann als S-Bahn mit modernen Dieseltriebwagen im 20-Minuten-Takt. Die Fahrgastzahlen übertrafen jede Erwartung so dass, die Züge oft überfüllt sind. Die Betreibergesellschaft, hat gerade neue zweiteilige Talenttriebwagen erhalten, so dass nach den Ferien zu den Stoßzeiten in Doppeltraktion gefahren wird. Die S-Bahn Linie S 28 soll in Zukunft über Mettmann hinaus über die ehemalige Rheinische Strecke nach Wuppertal-Vohwinkel fahren. Eine neue Verbindungskurve im Bereich Wuppertal-Dornap soll die Verbindung mit der Hauptstrecke in Wuppertal-Vohwinkel sicherstellen. Weniger Hoffnung gibt es für den Rest der Rheinischen Strecke. Denn trotz dem Willen auch hier wieder Züge fahren zu lassen, fehlt dafür leider das Geld. Im Wuppertaler Stadtgebiet entsteht in kürze ein Freizeitweg auf der Trasse.

Auf Grund Finanzmangel und schwindendem politischem Willen, verzögert sich der Ausbau. Hier besteht allerdings noch Hoffnung. Stand: 2009

Auch die Eisenbahnverbindung Wuppertal - Wülfrath - Velbert - Heiligenhaus soll reaktiviert werden und Finanzmittel des Landes NRW sind hierfür bereits zugesagt worden. Auch für die Angertalbahn Wülfrath - Ratingen soll es eine Zukunft für den Personenverkehr geben. In wiefern Züge über Heiligenhaus hinaus fahren werden, steht jedoch noch nicht fest. Doch die Planungen lassen hoffen, dass hier bald wieder Züge fahren werden. Nachdem Velbert Hbf seit fast vier Jahrzehnten ohne Personenzugverkehr war, könnten hier in einiger Zeit wieder Züge fahren. Da die Infrastruktur völlig erneuert werden muss, wird die Bauzeit jedoch noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Der Wille der Politik und der Wirtschaft, ist auf einem breiten Sockel. Es bleibt nur zu Hoffen, daß die Finanzierungsprobleme nicht noch alle Träume zerplatzen lässt.

Auf Grund von Finanzmangel und schwindendem politischem Willen, ist dieses Projekt wohl gestorben. Stand:2009

 

Gute Nachrichten gibt es auch aus dem Oberbergischen. Seit April ist das erste Teilstück der Strecke Gummersbach - Brügge(Westf) wieder in Betrieb genommen worden. Stündlich verkehren nun bis zu dreiteilige Talenttriebzüge der Baureihe 644 zwischen Köln und Marienheide. Nördlich von Marienheide laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren um das Reststück ebenfalls zu Reaktivieren. Zur Zeit findet man den Fahrplan im Kursbuch der Deutschen Bahn AG unter der Kursbuchstrecke 459. Nach der Eröffnung der Gesamtstrecke, kann sich dieses jedoch noch ändern.

Auf Grund von Finanzmangel und schwindendem politischem Willen, ist das Projekt stark gefährdet. Stand: 2009

 

Moderner Dieseltriebwagen der Regio Bahn auf der Rheinischen Strecke (Foto Regio Bahn)

Obwohl die Fahrgastzahlen stetig steigen, hat die Eisenbahn eine schlechte Lobby. Leider wird der ÖPNV bzw. SPNV als politischer Spielball genutzt. Während rot-grün der Eisenbahn positiv gegenüberstehen, arbeitet schwarz-gelb dagegen. Die eigentliche Sache gerät so in den Hintergrund.